AUSSTELLUNGEN

›ESER‹

Judith Raum
Eröffnung Freitag,16. Mai | 19 Uhr
Ausstellung vom 17. Mai 2014 bis 3. August 2014

"Eser" ist türkisch und bedeutet "Werk". Auf einer von Judith Raums Reisen entlang der Strecke der Bagdadbahn verwendete ein türkischer Gärtner im Gespräch das Wort "eser" - jedoch nicht, um die historische infrastrukturelle Leistung der deutschen Ingenieure damit zu beschreiben, sondern für das Wesen eines Baumes.

"eser" ist die fünfte Ausstellung im Rahmen der Reihe "Einzelausstellung: Nicht alleine" und zeigt verschiedene Kapitel von Judith Raums künstlerischer Forschung, die sie seit 2009 zum deutschen Wirtschaftskolonialismus im Osmanischen Reich entwickelt. Ausgangspunkt ihrer umfangreichen Recherche bildet die Situation der Hausweber in Oberfranken Ende des 19. Jahrhunderts. Ausgehend von der Betrachtung dieses extrem prekären Unternehmertums verfolgt die Künstlerin die Fäden früherer Handelsnetze und geostrategischer Interessen am Beispiel des Baus der Anatolischen Eisenbahn und der Bagdadbahn ab 1888. Das infrastrukturelle Großprojekt wurde von der Deutschen Bank finanziert und mit deutschem Know-How gebaut. Den Finanziers war vor allem an der Wirtschaftlichkeit der Bahn gelegen. Entsprechend galt ihr Interesse neben dem Bahnbau der Erschließung von Rohstoffquellen und von Märkten für deutsche Produkte, neben Maschinen etwa die in Oberfranken hergestellten Tücher. Aber auch die landwirtschaftliche Modernisierung Anatoliens rückte in den Fokus des Unternehmens.

Judith Raum verknüpft in ihrer Ausstellung Quellen aus dem Historischen Archiv der Deutschen Bank zum deutschen landwirtschaftlichen Engagement in Anatolien und zu den Arbeitsverhältnissen bei der Bahn mit ihrem subjektiven Blick auf die heutige Situation entlang der Bahnstrecke in Anatolien. Orte und Vorhaben, die in den historischen Korrespondenzen und Fotografien erwähnt werden, bestimmen die Routen, auf denen Judith Raum die anatolische Landschaft entlang der Bahnlinie bereist. Ihre Beobachtung gilt der Frage, wie sich die wirtschaftlichen Interessen um 1900 bis heute in die materielle Welt einschreiben und welche Momente von Widerstand gegen Rationalisierung und Kontrolle sich in den Verhältnissen vor Ort zeigen. Alternative Formen der Berührung, spielerische und scheinbar planlose Momente, bestimmen maßgeblich ihren eigenen taktilen und choreographischen Umgang mit den Oberflächen und Strukturen, die sie bearbeitet. So entstehen eingefärbte, mit Existenzspuren versehene Stoffbahnen oder durch einfache Eingriffe zusammengehaltene Assemblage-Objekte, die in der Ausstellung im Zusammenhang mit originalem Aktenmaterial aus Archiven und Fotos von Reisen zu sehen sind. Raums poetischer und zugleich taktiler Umgang mit den alltäglichen Spuren der Geschichte nimmt das Improvisierte und Lose in den Blick und übersetzt es in der Halle und im Lichthof des Heidelberger Kunstvereins in eine raumbezogene Installation, in der sich die unterschiedlichen Ebenen ihrer Recherchen gleichberechtigt zu einer eigenen Erzählung über die vielschichtige Berührung zweier Kulturen verdichten.

Ihre Reisen in die anatolische Hochebene und das Taurusgebirge unternahm Judith Raum gemeinsam mit der Künstlerin Iz Öztat. Der enge Austausch der beiden Künstlerinnen bedingt auch die gleichzeitige Präsentation ihrer Arbeiten im Heidelberger Kunstverein.

Judith Raum (geb. 1977 in Werneck) lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte Freie Kunst sowie Philosophie, Kunstgeschichte und Psychoanalyse in Frankfurt am Main und New York City, USA. Seit 2005 zahlreiche internationale Ausstellungen und Publikationsprojekte. Von 2007 bis 2011 unterrichtete Judith Raum an der Universität der Künste Berlin und war dort 2011 bis 2013 Stipendiatin der Graduiertenschule für die Künste und die Wissenschaften.

Kuratiert von Susanne Weiß.

Mit Unterstützung der Einstein Stiftung Berlin und der Graduiertenschule für die Künste und die Wissenschaften.


Im Rahmen der Ausstellung findet am 28.6. um 18 Uhr unter dem Titel "Reisen mit leichtem Gefälle" ein Künstlergespräch statt.
Sabeth Buchmann und Judith Raum sprechen über die Art und Weise, mit der Judith Raum in ihrer künstlerischen Arbeit so traditionelle Medien wie Malerei und Zeichnung mit den Vorgehensweisen einer Archäologin, Historikerin und Theoretikerin verknüpft.

Judith Raum wird aus historischen Quellen lesen.


EMPORE:
UNDO, REDO AND REPEAT

ein TANZFONDS ERBE Projekt von Christina Ciupke und Anna Till
Eröffnung Freitag, 16. Mai 2014 | 19 Uhr
Ausstellung vom 17. Mai 2014 bis 3. August 2014

Das Projekt "undo, redo and repeat" betrachtet fünf Tanz-Positionen aus dem 20. Jahrhundert im Spiegel derjenigen, die sie vermitteln und auslegen, erinnern und verwalten, am Leben halten und verbreiten. Die Tänzerinnen und Choreografinnen Christina Ciupke und Anna Till gehen der Frage nach, wie das Wissen über vergangene Tänze von Mary Wigman, Kurt Jooss, Dore Hoyer, Pina Bausch und William Forsythe zu uns gelangt.

Irene Sieben, Reinhild Hoffmann, Martin Nachbar und Thomas McManus sind eingeladen, in ihrer eigenen Form über Tanzgeschichte und ihre Position innerhalb derselben zu reflektieren. Als Zeitzeugen und Akteure haben sie sich mit dem Erbe je einer der genannten Choreografenpersönlichkeit auseinandergesetzt bzw. als Tänzer oder Assistenten in direktem Kontakt mit derselben gestanden. In "undo, redo and repeat" werden sie nun als Knotenpunkte eines Transfers von Wissen und Erfahrung zu Protagonisten im Prozess einer Rekonstruktion von Fragmenten des Tanzerbes.

Christina Ciupke und Anna Till wollen erfahren, wie genau sie ihr Wissen über choreografische Arbeitsansätze für sich selbst und für andere lebendig erhalten, um es weitergeben zu können. Dieses Wissen ist persönlich. Es ist nicht in einem Archiv oder einer Bibliothek katalogisiert. Es ist fragil und baut auf Erinnerungen auf, die ständigen Veränderungen unterworfen sind. Mit jedem einzelnen Zeitzeugen begeben sich Christina Ciupke und Anna Till in den Prozess einer solchen Weitergabe choreografischen Materials.

Für die Ausstellung auf der Empore werden Gespräche, Fotografien, Archivmaterial, Aufführungen und eigene Interpretationen zugänglich und erlebbar gemacht. "undo, redo and repeat" wird in der Öffentlichkeit außerdem über ein Projekt-Archiv (www.undo-redo-repeat.de) sowie in Form einer Performance - die im Mai in den Sophiensaelen, Berlin, Premiere feiert - vorgestellt.

Eine Produktion von Ciupke / Till GbR in Kooperation mit dem Heidelberger Kunstverein und SOPHIENSAELE, Berlin. Gefördert von TANZFONDS ERBE - eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes und aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin - Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten.

Die Performerin und Choreografin Christina Ciupke arbeitet und lebt in Berlin. Ihre Projekte entwickelt sie mit Künstlern aus dem Bereich Tanz und anderen Künsten. 2013 erhielt sie einen Master of Arts in Choreografie (AMCh) an der Amsterdam School of the Arts.

Anna Till lebt und arbeitet als Choreografin in Dresden und Berlin. Sie studierte Zeitgenössischer Tanz, Kontext, Choreographie am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz (HZT), Berlin, und zuvor Angewandte Kulturwissenschaften an der Universität Lüneburg. Ihre Tanzstücke wurden u.a. in Berlin, Amsterdam Rennes, Leipzig und Dresden gezeigt.

Ausstellungskonzeption: Christina Ciupke, Anna Till und Katrin Schoof , Ausstellungsgestaltung: Katrin Schoof

 

Im Rahmen der Ausstellung findet am 1.7. um 19 Uhr ein Künstlerinnengespräch mit Anna Till, Christina Ciupke und Nanine Linning statt.

Seit zwei Jahren gibt es im Theater und Orchester Heidelberg wieder eine eigene Tanzsparte unter der Leitung von Nanine Linning. Die mehrfach ausgezeichnete Chefchoreografin bringt u.a. mit „Zero“ und „Endless“ Bewegung in die Stadt. Im Kunstverein wird sie anlässlich der Ausstellung „undo, redo and repeat“ zusammen mit den beiden Künstlerinnen Christina Ciupke und Anna Till über die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Weitergabe von Tanz sprechen.

 

Studio:
VAZAHA - JUNGE FILMKUNST AUS MADAGASKAR

präsentiert von Rudolf Herz und Julia Wahren
Eröffnung 16. Mai 2014 | 19 Uhr
Ausstellung vom 17. Mai 2014 bis 3. August 2014

Tanzende Lemuren, verrückte New Yorker Zootiere, Pfeffer und Vanille. Und die einzigartige Natur. Unbedingt sehenswert und massiv bedroht. Was wissen wir über Madagaskar? Meistens nicht mehr. Die große unbekannte Insel. Und vor ihren Ufern "die Pest an Bord". Wer heute an Land geht, findet eine vielfältige Kultur, die trotz politischer Misere und größter Armut immer in Bewegung ist. So auch die madagassische Filmkunst. Einen Ausschnitt des aktuellen Schaffens junger Filmemacher präsentiert die Ausstellung "VAZAHA".

Rudolf Herz und Julia Wahren lernten die Filmemacher im Sommer 2013 kennen, als sie die Expedition des Madagaskaforschers Joseph Peter Audebert rekonstruierten. Audebert erforschte um 1880 die Tierwelt der Insel und veröffentlichte Berichte über das Land und seine Bewohner: seltene ethnologische Quellen aus einer Zeit, noch bevor die Insel französische Kolonie wurde. Audebert war ein "Vazaha", ein "weißer Fremder": Sein Blick ist voll Neugier und Forschergeist, dabei aber auch eurozentrisch und überheblich. Herz und Wahren wollten wissen, wie heutige Madagassen Audeberts Berichte künstlerisch kommentieren. Im Gespräch mit den Filmemachern begann ein spannender interkultureller Diskurs, der 2015 zu einer umfangreichen Ausstellung im Münchner Völkerkundemuseum führen wird.

Die Studio-Ausstellung "VAZAHA" im Heidelberger Kunstverein markiert eine Etappe in der Entwicklung des Projekts und stellt die Regisseure dieser Kooperation vor:

Luck Razanajaona: "Le Zébu de Dadilahy" (2012)

Mamihasina Raminosoa: "La Bulle" (2008)

Sitraka Randriamahaly: "Hazalamabo" (2011)

Harimalala Rason: "Traversées du Tunnel" (2012)

Rado Andriamanisa / Colby Gottert: "Raspberry" (2012)

Die Vielfalt und Eigenart der Kurzfilme begeistern, sie entwickeln eigene Erzählformen, sind kraftvoll, künstlerisch-poetisch oder sozialdokumentarisch und öffnen den Blick auf unbekannte Mythen und die immer noch zu wenig bekannten Lebensverhältnisse in Madagaskar.

Rudolf Herz, freischaffender Künstler mit Schwerpunkt transmediale Projekte, lebt in München. Studium der Kunst und Kunstgeschichte in München und Hamburg. 1994 Rom-Stipendium der Deutschen Akademie Villa Massimo. Letzte Einzelausstellung: Marcel Duchamp - Le mystère de Munich, Architekturmuseum München (2012)

Julia Wahren, freischaffende Autorin, Regisseurin, und Musikerin, lebt in München. Studium an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover und der Hochschule für Musik in Detmold. 2000 Alexander-Preis für Journalisten..

Die Recherche-Reise wurde
gefördert im TURN Fonds der

FOYER:
conducted in depth and projected at length

Iz Öztat und Zisan
Eröffnung 16. Mai 2014 | 19 Uhr
Ausstellung vom 17. Mai 2014 bis 3. August 2014

"Conducted in Depth and Projected at Length" ist ein Gemeinschaftsprojekt von Iz Öztat und Zisan. Beide Künstlerinnen beschäftigen sich mit einer Insel: Welche Parallelen gibt es zwischen der fiktiven Flussinsel, die Zisan in ihrer Erzählung imaginiert, und der Untersuchung von Iz Öztat zur Adakale, einer untergegangenen Insel in der Donau, im heutigen Rumänien?

Das zentrale Motiv ist die Zeit, die auf unterschiedliche Weise reflektiert wird. Welchen Zeitraum benötigt Wasser, um sich ein Flussbett zu graben, oder eine Insel, um neu zu entstehen; wie lang muss ein Zeitraum sein, um territoriale Grenzen festzuschreiben und zu verschieben und was bedeutet der Untergang einer Insel in diesem Zusammenhang? Kann eine fiktive Insel zur Touristenattraktion werden?

Die Insel Adakale war im Jahre 1915 eine osmanische Enklave im Balkan und stellte einen Ort imperialistischer Sehnsüchte dar. Zu dieser Zeit schrieb Zisan ihre Utopie CENNET / CINNET ISLAND (Insel Paradies / In Besitz genommen). Darin verhandelt sie allgemeine Relationen, die um Besitz und Aneignung kreisen: Kommunenleben, Geschlechterfragen, Ressourcen als Gemeingut und alternative Familienmodelle. Ist all das am Anfang des 20. Jahrhunderts möglich, ja, denkbar oder nimmt die Zeit ihre Akteure zu sehr in Besitz um diese Fragen aufzuwerfen? In der Ausstellung werden Zisans Text, Entwürfe zu Cennet / Cinnet Island und ausgewählte Dokumente von Zisans "Utopie Akte", die mit Adakale in Beziehung stehen, zu sehen sein.

Iz Öztats Arbeit beschäftigt sich nicht mit dieser fiktiven, sondern heute inexistenten Insel, die einst Ursprung von Zisans Erzählung war. Adakale ist 1971 beim Bau des Iron Gates-Damms geflutet worden und stellt den Ausgangspunkt für Öztats Auseinandersetzung mit der Gegenwart dar. Sie interessiert die Abwesenheit der Insel, die sie durch einen performativen Akt sichtbar werden lässt.

Die Ausstellung kontrastiert und verbindet diese beiden Positionen. Irgendwo zwischen der abwesenden Insel Adakale und Zisans CENNET / CINNET ISLAND bildet sie somit eine visuelle Manifestation des Dialoges zwischen Öztat und Zisan, den die Ausstellung in Form einer Publikation begleiten wird.

Iz Öztat arbeitet mit Zisan zusammen, die ihr als historische Figur als ein vermittelnder Geist und als Alter Ego erscheint. Zisan floh vor dem armenischen Genozid und verließ Istanbul 1915. Während sie sich auf ihrer Flucht von politischen Versprechen, Zufällen und dunklen Obsessionen treiben ließ, kreuzte sie die Wege der Europäischen Avantgarde.

Mit freundlicher Unterstützung der SAHA Association.

cafeteria:
Ghost | warrior

Joscha Steffens
Eröffnung 13. Juni 2014 | 19 Uhr
Ausstellung vom 14. Juni 2014 bis 3. August 2014

Wie funktioniert moderne Kriegsführung in Zeiten der Simulation? Wo endet das Spiel und wo beginnt der Ernst?

Die Fotografien von Joscha Steffens sind keine herkömmlichen Kriegsfotografien: Sie zeigen ein Spiel mit dem Spiel des Krieges, wie es sich in irgendeinem abgelegenen Gehöft der Bundesrepublik allwöchentlich zuträgt.

Die abgelichteten Krieger sind Berufssoldaten oder Berufssoldaten in spe, die sich am Wochenende zu "Softair"-Gefechten versammeln, um mit einem ihnen zunehmend entfremdeten, digitalen Tod auf eine spielerische Weise wieder Ernst zu machen. Die Realität unserer heutigen Kriege ist längst selbst in eine Simulation des Krieges übergegangen, in der sich Computerenthusiasten als die aktuellen Helden behaupten. Indem diese "Nerds" die simulative Realität des Krieges erneut in analogen Kriegsspielen simulieren, bringen sie eine existentielle Misere, einen Mangel und ein Bedürfnis zum Ausdruck: Sie haben das Sterben verlernt - obzwar sie symbolisch schon tot sind, ist ihnen das Reale des Todes abhanden gekommen. Sie bewegen sich zwischen diesen beiden Toden. Sie sind "Ghostwarriors".

Der Ausstellung ging der Fotoband "Ghost / Warrior" mit der Textbeilage "Vom Kampfgeist der Photographie" von Florian Arnold voraus - eine Analyse der Repräsentation des postmodernen Krieges in der Simulation.

Joscha Steffens (geb. 1981 in Waiblingen), aufgewachsen in Heidelberg, studierte Medienkunst an der HFG Karlsruhe von 2003 bis 2008 und Bildende Kunst / Künstlerische Fotografie an der HGB Leipzig von 2008 bis 2011. Während des Studiums sechsmonatiger Aufenthalt an der École Nationale Supérieur de la Photographie in Arles (2006). Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Seit WS 2012 im Postgraduierten-Programm der KHM Köln.

Im Rahmen der Ausstellung wird am 2.7. um 20 Uhr ein Künstlergespräch stattfinden.

100 YEARS ON / Krieg und Spiele in den Zeiten der Globalen Offensive

Dr. Friedrich Tietjen lädt zum Gespräch mit dem Künstler Joscha Steffens und dem Philosophen Florian Arnold.

Wenn der Krieg auf den Bildschirmen der Drohnenpiloten stattfindet, wenn die Spiele mit Waffen in den Ruinen der deutschen Wiedervereinigung ausgetragen werden: Wo verläuft dann die Grenze zwischen Spielen und Kriegen? Kann man überhaupt noch von Frieden in der Heimat sprechen, wenn Kriege zu "temporären" und "humanitären" Engagements am andere Ende der Welt erklärt werden? Oder löst sich ein solcher Frieden nicht gleichermaßen im Virtuellen auf? Haben wir es gar mit einer schleichenden Militarisierung des Alltags zu tun, einer bloßen Simulation des Friedens und welche Rolle spielen dabei eigentlich die Bilder und die Fotografie?

Dr. Friedrich Tietjen lebt als Fotografie- und Kulturhistoriker in Leipzig. Derzeitige Forschungsprojekte gelten dem Fotorealismus in Computerspielen, den Rückseiten von Atelierporträts und der Kulturgeschichte des Hitlerbartes.

Florian Arnold (geb. 1985 in Homburg/Saar), studierte von 2006 bis 2012 Philosophie und Germanistik an der Universität Heidelberg. Seit 2012 Doktorand und Dozent im Fach Philosophie am philosophischen Seminar Heidelberg. 

 

 

 

 

 


Judith Raum, "Gegen-Bonitierung", Tusche auf Baumwolle, 2013

 


Judith Raum, Archivmaterial zu "eser", 2013, Historisches Archiv der Deutschen Bank


Judith Raum, "eser" (2014), Foto: Dietrich Pressel.


Judith Raum, "eser" (2014), Foto: Dietrich Pressel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Christina Ciupke, Reinhild Hoffmann, Anna Till
Foto: Lotte Chabrowski


Irene Sieben zeigt Fotos aus ihrer Zeit in der Wigman Schule, Videostill: Andrea Keiz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Videostill aus Luck Razanajaonas "Le Zébu de Dadilahy" (2012)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


"Map of Cennet/Cinnet (Paradise/Possessed) Island", Zisan, 1915-1917, Ink on paper, Courtesy of Untitled Collection

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Aus der Serie "Ghost / Warrior", Joscha Steffens, © VG Bild-Kunst, Bonn 2014

 

 

 

 

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